Wird Deutschland untergehen?

Der Beginn meiner neuen Tätigkeit als Fußballblogger fällt in eine Zeit, in der Fußballdeutschland geradewegs auf den Abgrund zuzutaumeln scheint. Die Hauptstadt ist heruntergewirtschaftet und nunmehr nur noch zweitklassig, dagegen schickt sich der Verein aus dem ulkigen kleinen südlichen Nachbarland an, den Pokal als beste Mannschaft Europas zu holen.  Doch diese Schreckensmeldungen, sie verblassen im Angesicht der neuesten Hiobsbotschaft: Unser Leitwolf Michael Ballack, er wird unser Team nicht bei der Weltmeisterschaft auf dem dunklen Kontinent anführen. Ballack, der nach langen Jahren, auf der britischen Insel endlich das Andy-Möller-Syndrom abgelegt hatte und zum echten Mann herangereift war. Dieser beste Fußballer, den wir haben, er wurde brutal außer Gefecht gesetzt von ausgerechnet einem Berliner Intensivtäter mit afrikanischem Migrationshintergrund. Ein Gangster, der sofort des Landes verwiesen gehörte, wenn er nicht  schon in England spielen würde.

Unter solch düsteren Vorzeichen ist der dank Ballack sicher geglaubte Vizeweltmeistertitel wohl kaum mehr zu holen. Deutschland wird kleinere Brötchen backen müssen. Wichtig ist jetzt, dass wir uns einigermaßen ehrenvoll aus der Vorrunde verabschieden. Nichts wäre fataler für das internationale Ansehen der Bundesrepublik, als wenn unsere Jungs von den Gruppengegnern mit drei dreistelligen Zu-Null-Klatschen nach Hause geschickt würden. Doch die Gefahr, das wird wohl niemand abstreiten, besteht.

Konkret kann das für die verbleibenden Wochen bis zum Beginn der Spiele nur eines bedeuten: Rückbesinnung auf die deutschen Tugenden, das heißt: Kampfgeist, Willenstärke und taktisches Foulspiel. Doch sind die Jogi Löw verbliebenen Spieler wirklich dazu in der Lage das abzurufen? Viele Menschen bezweifeln es. Was jetzt nötiger erscheint denn je, vielleicht so nötig wie noch nie in der Geschichte des deutschen Fußballs, ist ein knallhartes Trainingsprogramm. Jeder dieser jungen Profispieler, die das Trikot mit dem Adler tragen, muss bis an seine Schmerzgrenze gehen. In einer Situation wie der, in der wir uns jetzt befinden, können wir als einstmals große Fußballnation es uns nicht leisten, jemanden mitzuschleppen, der dazu nicht bereit ist. Für den DFB kann das nur eins bedeuten:  Es muss ein tabuloses Training aufgezogen werden. Oder wenn nicht tabulos, dann wenigstens gnadenlos, wie Anne Will gestern in einem ähnlichen Zusammenhang verlautbaren ließ.

Doch trotz aller düsterer Prognosen noch besteht Hoffnung. Und wer weiß, vielleicht naht die Rettung aus einer Ecke, aus der sie niemand vermutet hätte: „Wenn Jogi Löw anfragt, ich bin bereit für den Michael einzuspringen, und Verantwortung für den deutschen Fußball zu übernehmen“, so Lothar Matthäus heute gegenüber BILD.

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