Das große Grübeln

Das große Grübeln (schweizerisch: Das grosse Grübeln) findet dort statt: http://gruebeln.tumblr.com/ Und zwar regelmäßig, das haben Vera und ich uns ganz fest vorgenommen. Bitte klicken, lesen, abonieren, ihr wisst schon.

Falls sich jemand die Frage stellt (oder in den letzten Monaten gestellt hat), ob hier noch etwas stattfindet: doch, doch. Es war zwar zugegebenermaßen wenig los, aber das muss nicht so bleiben. Vielleicht erzeugt der neue Blog ja sogar einen neuen Schub für den alten.

And now for something completely different:

Für alle Fotografen unter euch. Ich habe zwei etwas längere, aber inspirierierende Filme auf Youtube gesehen. Und falls ihr ein paar Youtube-Filme zum Thema Fotografie kennt, wisst ihr, dass die meisten alles mögliche sind, aber nur sehr selten inspirierend. Hier also zwei sehr erfreuliche Ausnahmen.

Der erste Film ist ein Interview mit dem berühmten Fotografen Andreas Feininger (der  übrigens auch eines der wenigen wirklich guten Fotolehrbücher geschrieben hat). Der zweite ist der erste Teil eines Fotografielehrgangs, in dem es erfrischenderweise nicht darum geht, wie man eine Kamera richtig bedient, sondern tatsächlich darum, wie man ein besserer Fotograf beziehungsweise eine bessere Fotografin wird.

Eben grad wegmachen lassen

… hat Ulrich Kissing, der Vorstandsvorsitzende der Investitionsbank Berlin (IBB) die drei Männer auf der Karriereleiter.

Bild

Foto: Martin Thoma (August 2011)

Nicht etwa weil ihm einer von ihnen zu ähnlich gesehen hätte — diese Unterstellung ist geradezu absurd! Denn wer würde sich schon selbst wegmachen lassen? Oder sein eigenes Spiegelbild schlagen? Außerdem haben Vampire doch gar keins. Nein, Herr Kissing ließ es aus Sorge um seine Untergebenen entfernen. Damit sie sich nicht immer so aufregen. Lieb von ihm.

Link

Standing Ovations beim RSDS-Finale

Jetzt habe ich dieses schöne Blog schon wieder eine ganze Weile verwaisen lassen und dann melde mich nur mit einem doofen Link zurück. Ja, tut mir leid, aber der hier muss sein. (Auch weil wir gestern beim Weihnachtstreffen so schön Guitar Hero gespielt haben, passt er irgendwie, aber auch davon abgesehen, ist das leaken derartiger Videodokumente natürlich im besten Sinne aufklärererisch.)

http://www.spreeblick.com/2010/12/18/wladimir-putin-blueberry-hill/

Und wenn ich schon dabei bin, zur Erholung für ästhetisch Zartbesaitete, ein etwas weniger gruseliger Auftritt auf musikalisch höherem Niveau:

Politische Bildung (Hermann Scheer)

Diesmal kein Text von mir, sondern ein Link zu einem Gespräch mit Hermann Scheer. Scheer, der vor einigen Wochen gestorben ist, war ein SPD-Politiker (mit einem seltsamen Musikgeschmack). Scheer hat in Deutschland maßgeblich dazu beigetragen, die Energiewende unter Rot-Grün einzuleiten, die die derzeitige Regierung im Interesse der großen Stromkonzerne kompromisslos und mit allen Mitteln versucht rückgängig zu machen. Hermann Scheer war auch designierter Umwelt- und Wirtschaftsminister im Schattenkabinett von Andrea Ypsilanti, die dann bekanntlich nicht zur hessischen Miniserpräsidentin gewählt wurde, weil ihr vier Abgeordnete aus der eigenen Partei — Jürgen Walter, Carmen Everts, Silke Tesch und Dagmar Metzger — die Stimme verweigerten. Als Begründung gaben sie an, dass sie die geplante Koaliton mit der Linkspartei, die Ypsilanti selbst noch im Wahlkampf ausgeschlossen hatte, nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren könnten. Darüber, ob nicht auch die geplante Besetzung des ungewöhnlichen Superministeriums Umwelt und Wirtschaft mit Hermann Scheer ein Grund gewesen sein könnte, wurde in den Medien spekuliert. Hätte Scheer nur das Umweltministerium besetzt und Ypsilanti das Wirtschaftsministerium mit ihrem schärfsten Konkurrenten Jürgen Walter vom rechten Parteiflügel besetzt,  so die Annahme, wäre ihre Regierungsbildung vermutlich nicht gescheitert. Allerdings wären mit Walter als Wirtschaftsminister auch Scheers  ehrgeizige Pläne für die Energiewende in Hessen vermutlich nicht durchsetzbar gewesen. Ausdrücklich wegen der von Ypsilanti und Scheer in Hessen geplanten Energiewende hatte sich jedoch nur der damalige  SPD-Politiker und RWE-Lobbyist Wolfgang Clement öffentlich gegen die Wahl der eigenen Partei ausgesprochen.

Das Interview im Kulturradio ist schon einige Jahre alt, aber nicht veraltet. Es wurde kurz nach dem Angriff der USA und ihrer militärischen Verbündeten auf den Irak geführt, dementsprechend geht es hauptsächlich um Öl.

Zum Hören benötigt man leider, wenn ich das richtig sehe, den beschissenen RealPlayer — ich würde empfehlen bei der Installation zunächst auf Optionen zu klicken und überall, wo da Häkchen gesetzt sind, diese zu deaktivieren.

Interview mit Hermann Scheer

Zombie-Umfrage

Sollten Hirntoten Organe ohne formalen Widerspruch grundsätzlich entnommen werden dürfen?

http://www.tagesspiegel.de/politik/mehrheit-der-deutschen-ist-der-meinung-es-gaebe-zu-viele-auslaender/1915628.html

Ich meine nein. So viele Organe brauchen wir nicht. Und vielleicht ist ja irgendwann doch noch eine Besserung möglich. Aber so lange der hirntote Zustand fortbesteht, könnte man sie knebeln und fesseln, um andere vor ihren untoten Beißreflexen zu schützen. Denn ließe man sie gewähren, sie würden Deutschland womöglich schaffen, nicht ab-, sondern neu-, also so, dass wieder alles beim altem wäre. Knebeln und fesseln scheint mir angebracht. Wer mich wegen dieser Aussage totalitär nennt, den nenne ich einen politisch korrekten Meinungsdiktator.

Mehr brauche ich nicht zu schreiben, schließlich befinden wir uns in der Zeitschleife:

https://ismael2.wordpress.com/2009/08/27/nazis-und-inglourious-basterds/

https://ismael2.wordpress.com/2009/11/07/halloween-mit-sarrazin-eine-gruselgeschichte/

https://ismael2.wordpress.com/2009/11/13/nochmal-thilo-s/

Der B-B-Blocker

Als Fußballexpertenblogger ungleich talentierter als ich, das muss ich neidvoll anerkennen, ist der Herr Valin von Spreeblick, den ich hier einmal verlinke, auch wenn auf Spreeblick zu verlinken, ja eigentlich Quatsch ist, weil das sowieso jeder liest, sofern er Gebloggtes überhaupt zur Kenntnis nimmt. Doch es muss sein, allein schon wegen dieses Satzes:

„Die erste Schrecksekunde vor dem Anpfiff: Beckenbauer gab zu Protokoll, er habe „schon hin und wieder Gedanken“. Glücklicherweise hatte das wie üblich keine allzu großen Auswirkungen auf seine Äußerungen.“

Beckenbauer vor dem Spiel habe ich mir natürlich nicht angetan, und als er nach dem Spiel auftauchte, ist mit mir genau das passiert, was mir immer geschieht, wenn ich Beckenbauer sehe oder höre: Ich habe sofort die Flucht ergriffen. Ich wollte ja bleiben, doch es ging nicht, es war ein Reflex. Dieser Fluchtreflex muss was Genetisches sein, ein altes Überbleibsel aus der Zeit, in der die Ur-Menschen in der afrikanischen Steppe noch unzähligen Gefahren ausgesetzt waren. Kaum tauchte ein Stinktier in ihrer Nähe auf – zack -, setzte sofort der Fluchtreflex ein. Darüberhinaus ist es selbstverständlich einfach nur sehr unangenehm so ein Beckenbauer reden zu hören. Brrrr.

Ähnlich wirkungsvoll ist sonst nur noch der andere B., der Dieter B. Und hier wird es interessant: Beckenbauer und Bohlen haben beide einen Haufen Werbeverträge. Wer nichts von den Gesetzmäßigkeiten der Werbung versteht, wird jetzt denken, dass das doch nicht sein könne, dass Werbung gemacht wird ausgerechnet mit Gestalten, die einen solchen Fluchtreflex auslösen. Aber genau so funktioniert Werbung. Sie muss einfach so doll weh tun, dass es sich ins Gedächtnis einbrennt. Das ist der ganze Trick. Bohlen und Beckenbauer sind in Print, Radio und Fernsehen, was Werbepopups mit Geräusch im Internet sind.

In meinem Browser habe ich einen Popupblocker installiert, den ich über alles liebe. Es ist ziemlich genau mein einziges Add-on, weil mir alle anderen eher überflüssig erschienen. Aber dieser Werbepopupblocker, der ist sowas von unentbehrlich, ich könnte nicht mehr ohne ihn!

So etwas Tolles muss es in Zukunft auch gegen Beckenbauer und Bohlen geben. Hiermit melde ich den B-B-Blocker zum Patent an. Er wird mich reich machen und unsere Erde ein kleines Stück lebenswerter.

„Ham Sie ne Ahnung, was hier eingebrochen wird.“

In letzter Zeit kommt mir immer, wenn ich etwas zu schreiben anfange , das dieses schönen Blogs würdig wäre, etwas dazwischen. Und das Dazwischengekommene hat halt auch seine Existenzberechtigung. Vor allem will, was dazwischen kommt, immer sofort behandelt werden, ganz unabhängig davon, ob das bei nüchterner Betrachtung des Sachverhalts wirklich nötig wäre. Ich kann dann dem, was da dazwischen kommt, nur selten neinsagen. Daher also ist hier auf diesem Blog schon eine Weile nichts mehr passiert. Aber zum Glück passiert irgend etwas Auchinteressantes ja immer und sogar am gleichen Ort wie dieses Blog, nämlich im Internet. Auf eines möchte ich verweisen (dieses fand sogar zusätzlich oder ursprünglich im Fernsehen statt, wenn ich das richtig sehe), denn ich habe es mit großer Faszination zur Kenntnis genommen und möchte es darum mit euch teilen. Übrigens: Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr hier von mir demnächst wieder etwas Schönes lesen könnt. Das ist kein Versprechen, nur so ein Gefühl. Jetzt aber erstmal Folgendes: